Tag des Respekts

Und ich habe mich gefragt, warum wir mittlerweile eine Erinnerung brauchen, respektvoll und wertschätzend miteinander umzugehen. Sollte nicht ein höflicher und respektvoller Umgang „normal“ für uns sein und zwar „online“ wie „offline“?

Doch leider ist eben dieser Respekt nicht mehr selbstverständlich. Bei einigen ist er gleich ganz abhandengekommen. Daher ist es gut, dass es den Tag des Respekts gibt.

Ob in der Bahn zur Arbeit, beim Einkaufen im Supermarkt und besonders in den sozialen Medien, vielerorts wird gepöbelt, gedroht und beleidigt.

Die sozialen Medien bieten den Vorteil einer direkten und schnellen Kommunikation. Ich bin ist als Politikerin nah und schnell an den Menschen und kann mich austauschen. Das ist gut, macht mir Spaß und beugt Politikverdrossenheit vor.

Doch in der Anonymität der sozialen Medien schwindet bei einigen die Achtung vor Menschen und anderen Meinungen umso mehr. Wo vorher Briefe geschrieben und persönliche Gespräche gesucht wurden, werden heute Kommentare verfasst. Manche Kommentare werden inkognito geschrieben und sollen meist nur provozieren und verletzten, so wird schnell ein Schuldiger für die eigene Gefühlslage, Versäumnisse oder Ärgernisse gefunden. Um Stimmung zu machen und die Menschen zu verunsichern, werden bewusst falsche Nachrichten gestreut.

Auch in der Corona-Zeit ist die Anspannung unter den Menschen deutlich spürbar. Das ist auch verständlich, zwingt die Pandemie uns alle zu großen Veränderungen in unserem Alltag. Trotz der schwierigen Situation dürfen sich die Fronten aber nicht weiter verhärten.  Wichtigsten ist, respektvoll miteinander umzugehen, Rücksicht zu nehmen, die Meinung anderer zu respektieren und Einschätzungen von Experten zu vertrauen – nur so kann unser Zusammenleben funktionieren.

Ja, wir können und sollen kontrovers diskutieren, hart um die richtige Lösung für unsere Probleme streiten und wir können ganz unterschiedlicher Meinung sein. Das ist Demokratie. Aber wir sollten es immer mit Respekt und Achtung vor unseren Mitmenschen und ihrer Meinung tun.

Wir müssen:

Machen wir mit!