Persönlich

In der Schule war ich dann als Schülersprecherin aktiv und konnte so erste Erfahrungen, Erfolge und natürlich auch Misserfolge sammeln. Durch mein freiwilliges soziales Jahr in einer Obdachlosensiedlung und mein Engagement in der katholischen Jugendarbeit ist dann mein Interesse an sozialen Fragen erwacht. Der Eintritt in die CDU – als der Partei mit dem Bekenntnis zu unseren christlichen Werten im Namen – war daher für mich folgerichtig der nächste Schritt. Meine Welt aktiv zu gestalten, Dinge zum Besseren zu wenden und Menschen zu helfen – im Kleinen wie im Großen –, das ist mein persönlicher Motor und mein Antrieb für meinen politischen Einsatz.

Bis 1998 war ich in Duisburg-Hamborn politisch für die CDU aktiv unter anderem als Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung. 1999 wurde ich zur Bürgermeisterin der Stadt Dinslaken – als gemeinsame Kandidatin von CDU, FDP und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN – gewählt.

2013 wählte mich meine Bundestagsfraktion zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU für die Bereiche Arbeit und Soziales und wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Bild: © Tobias Koch)

Hilfsprogramm auf den Philippinen

Seit 1992 habe ich ein privates Hilfsprojekt auf den Philippinen. In “meinem Dorf“ in der Region Pangasinan verbringe ich in der Regel zwei bis drei Wochen im Jahr. Nach mehr als 25 Jahren Einsatz für das kleine Dorf am Rande des Dschungels sind das Land und insbesondere die Menschen dort mir so ans Herz gewachsen, dass Pangasinan mittlerweile meine zweite Heimat ist.

Mein Einsatz für Pangasinan begann mit einem Mandat, das ich als junge Anwältin übernommen habe: Ich habe mehrere junge Frauen verteidigt, die von Menschenhändlern nach Deutschland verschleppt wurden. Sie hatten ihre Familien auf den Philippinen zurückgelassen, in der Hoffnung, hier in Europa etwas mehr Geld verdienen zu können. Doch sie landeten als Illegale in Deutschland – gefangen zwischen Hausarbeit und Zwangsprostitution. Ich habe die Verteidigung übernommen und erreicht, dass die jungen Frauen hier eine Ausbildung absolvieren durften. Da wir keine öffentlichen Mittel in Anspruch nehmen konnten, haben sie bei mir gewohnt und es entwickelte sich eine Freundschaft. Nach ihrer Rückkehr habe ich sie in ihrer Heimat besucht und gesehen, in welchem Elend die Familien dort lebten.